Das Unsichtbare gestalten

Zur Rolle der Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions

Wie können kulturelle Barrieren im Rahmen von Post Merger Integrationen erfolgreich bewältigt werden? Anhand eines Quadrantenmodells erläutert der Beitrag die Wechselwirkung zwischen nach außen sichtbaren sowie lediglich unterschwellig spürbaren Faktoren einer Organisation und stellt eine ganzheitliche Vorgehensweise aus drei zentralen Schritten vor, die bewährte Praktiken mit einer individuellen Gestaltung und Implementierung von kulturorientierten Methoden und Maßnahmen im Rahmen einer Roadmap kombiniert.

«Häufig liegt der größte Wert einer Fusion in der Bewahrung der Kultur.»

 

Die gescheiterte Elefantenhochzeit von Daimler Benz und Chrysler oder der misslungene Zusammenschluss der Fluggesellschaften Air France und KLM Royal Dutch Airlines sind die bekanntesten und immer wieder angeführten Beispiele gescheiterter Integrationen aufgrund von mangelnder Auseinandersetzung mit dem Thema Unternehmenskultur. Aber auch die Analyse vieler anderer (kleinerer) Transaktionen führt zu der Erkenntnis: Selbst die scheinbar harmonischste Unternehmenszusammenführung kann aufgrund kultureller Probleme zum Reinfall werden (Dreher & Ernst, 2022; Prasangi De Alwis, 2013).
Ein Unternehmen wird sowohl von sichtbaren als auch spürbaren Elementen beeinflusst. Elemente, welche ein Unternehmen sichtbar nach außen charakterisieren, sind Strukturen, Prozesse und Rollen innerhalb der Organisation sowie das Verhalten und Können. Diese Elemente sind häufig quantitativ messbar und können mit Key Performance Indicators (KPIs) beschrieben werden. Nicht sichtbare bzw. lediglich spürbare Elemente sind Haltung, Einstellung und Beziehungen zwischen den Mitarbeiter*innen sowie die Unternehmenskultur.

 

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Aus Ausgabe Nr. 2/23: Es wird einmal… – Narrative prägen den Wandel

Geschichten wirken. Sie haben eine eigenartige Magie. Egal, ob Drama oder Tragödie: Auf der Hinterbühne der Organisation erzählen sie sich wie von selbst und steuern so täglich das Verhalten. Besonders relevant wird das, wenn es darum geht, die Dinge anders anzugehen als bisher. Denn Organisationskulturen bestehen aus vielfältigen Erzählungen. In ihnen ist kollektive Erfahrung gespeichert. Dazu gehören auch die Geschichten des Wandels der Vergangenheit. Je nachdem, ob das Tellerwäscher-zum-Millionär-Stories sind, Geschichten über Entmündigung oder Befreiung, über Mut oder Verzagen, können sie unser Herz für die Veränderung öffnen – oder verschließen.

In dieser Ausgabe der OrganisationsEntwicklung schauen wir genauer hin, warum Geschichten ein so bedeutsames Thema für die Organisationsentwicklung sind und wie man die Erzählung der Organisation ganz neu schreiben kann.

 

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